Was ist ein Flash (Throat-Hit)?
Als Flash – auch als Throat-Hit bezeichnet – wird das Druckgefühl im Hals beim Inhalieren des Dampfes bezeichnet. Viele Umsteiger von der Tabakzigarette kennen und schätzen dieses Gefühl und suchen es auch beim Dampfen.
Nikotin als wichtigster Faktor
Der stärkste Einfluss auf den Flash ist die Nikotinkonzentration im Liquid. Ein häufiger Fehler beim Umstieg vom DL- auf MTL-Dampfen ist es, die Nikotinstärke nicht anzupassen. Wer im DL-Betrieb z.B. täglich 20 ml mit 3 mg/ml Nikotin gedampft hat, hat täglich 60 mg Nikotin zu sich genommen. Im MTL-Betrieb verdampft man deutlich weniger Liquid – wer dort täglich 5 ml mit 12 mg/ml Nikotin dampft, nimmt ebenfalls 60 mg Nikotin zu sich.
Beim Umstieg vom DL- auf MTL-Dampfen sollte die Nikotinkonzentration daher in der Regel erhöht werden – sonst bleibt der Flash zu schwach und man dampft unbewusst mehr. Beim Umstieg vom MTL- auf DL-Dampfen gilt das Gegenteil: Die Nikotinkonzentration sollte reduziert werden – sonst wird die Nikotinaufnahme schnell zu hoch. Die einfachste Lösung für einen stärkeren Flash ist daher oft schlicht: die Nikotinkonzentration anpassen.
Wie die Airflow den Flash beeinflusst
Auch die Luftführung im Verdampfer hat einen entscheidenden Einfluss – besonders bei Selbstwickelverdampfern:
- Direkte Luftführung (Luft trifft gezielt mittig auf die Wicklung): Die Wicklung wird stärker gekühlt, der Dampf bleibt sanfter – ideal für höhere Nikotinkonzentrationen.
- Indirekte Luftführung (Luft trifft langsamer auf die Wicklung): Die Wicklung wird weniger gekühlt, der Dampf wird „kratziger“ – das erhöht den Flash auch ohne erhöhte Nikotinkonzentration.
Viele erfahrene Selbstwickler nutzen diesen Effekt gezielt: Durch das Hochziehen der Wicklung – also eine größere Distanz zwischen Wicklung und Luftloch – trifft die Luft indirekter auf die Wicklung und der Flash erhöht sich spürbar.
Praktische Empfehlung
Wer mehr Flash sucht oder in Zeiten der Liquidsteuer sparsamer dampfen möchte, kann folgendes ausprobieren:
- Nikotinkonzentration erhöhen
- Dünneren Draht verwenden (weniger Leistung nötig, weniger Liquidverbrauch)
- Leistung am Akkuträger reduzieren
- Selbstwickelverdampfer (RTA) mit höherer Kompression wählen – also Verdampfer bei denen die Luft gezielt und direkt auf die Wicklung trifft
Natürlich gibt es hier kein Richtig oder Falsch – jeder Dampfer findet sein eigenes ideales Setup. Das Ziel ist immer dasselbe: eine befriedigende Alternative zur Zigarette zu finden.