Was bedeutet PTFE?
PTFE ist die Abkürzung für Polytetrafluorethylen, ein Hochleistungs-Flourkunststoff, der teilweise auch in E-Zigaretten eingesetzt wird.
Eigenschaften von PTFE
PTFE ist ein weißer, undurchsichtiger Kunststoff, der eine geringe Härte, Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Wie auch PEEK ist PTFE ein teilkristalliner Thermoplast, zeichnet sich jedoch durch sehr spezielle Eigenschaften aus. Die Einsatzgrenzen des Kunststoffs liegen bei –200 bis +250 °C Dauertemperatur und bieten damit ein äußerst breites Anwendungsfeld. Bei höheren Temperaturen wird er allerdings nicht flüssig, wie es für Thermoplasten typisch ist, sondern nur gummiartig weich. Dieses Verhalten führt dazu, dass PTFE nicht mit dem üblichen Spritzgussverfahren verarbeitet werden kann, sondern andere formgebende Verfahren, wie z.B. Sintern oder Schlagpressen, verwendet werden müssen.
Aufgrund seiner extrem unpolaren Struktur ist PTFE äußerst haftfeindlich und daher kaum mit Flüssigkeiten oder klebrigen Stoffen benetzbar. Auch die Beständigkeit gegenüber allen üblichen Chemikalien, die elektrische Isolation, Gleitfähigkeit und Witterungsbeständigkeit sind hervorragend. PTFE wird in vielen verschiedenen Formen in nahezu allen Industriebereichen eingesetzt. Das populärste PTFE-Produkt ist unter dem Handelsnamen Teflon® bekannt, einer Handelsmarke der The Chemours Company.
Wo wird PTFE in E-Zigaretten eingesetzt?
Aufgrund der geringen Härte und fehlenden Transparenz kommt PTFE in E-Zigaretten ausschließlich bei der Fertigung von Driptips zum Einsatz. Viele Nutzer bevorzugen PTFE-Driptips aufgrund ihrer antihaftenden Eigenschaften und wegen des weichen Mundgefühls.
Ist PTFE im Mund unbedenklich?
Teilweise bestehen Vorbehalte gegen die Verwendung von PTFE, besonders im Mundbereich, die im Zusammenhang mit der Entstehung gesundheitsschädlicher Substanzen beim Kochen mit Teflonpfannen stehen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese Stoffe laut Bundesinstitut für Risikobewertung erst ab einer Temperatur von ca. 360 °C entstehen. Innerhalb des Temperaturbereichs, dem Driptips typischerweise ausgesetzt sind, ist PTFE absolut unproblematisch. Aufgrund seiner Beständigkeit wird es beispielsweise auch in der Medizintechnik für Implantate verwendet.