Was ist ein Selbstwickelverdampfer?
Ein Selbstwickelverdampfer ist ein Verdampfer, bei dem der Dampfer die Heizspirale (Coil) selbst herstellt – klassisch aus gewickeltem Draht oder als Mesh – statt einen vorgefertigten Fertigcoil einzusetzen. Auch bei der Liquidaufnahme gibt es Unterschiede: Die meisten Selbstwickler nutzen Watte, bei sogenannten Genesis-Verdampfern wird hingegen Mesh statt Watte zur Liquidaufnahme verwendet. Selbstwickeln erfordert etwas Übung, bietet aber maximale Flexibilität beim Dampferlebnis und ist auf lange Sicht meist kostengünstiger.
Die verschiedenen Bauformen
Es gibt mehrere Bauformen von Selbstwickelverdampfern, die sich vor allem in der Liquidspeicherung unterscheiden:
- RTA (Rebuildable Tank Atomizer): Ein Selbstwickelverdampfer mit integriertem Tank zur Liquidspeicherung. Die mit Abstand alltagstauglichste Variante, da das Liquid kontinuierlich nachfließt.
- RDA (Rebuildable Dripping Atomizer): Auch Tröpfler genannt – ein tankloser Selbstwickelverdampfer. Das Liquid wird direkt auf Wicklung und Watte getröpfelt. Bietet oft die intensivste Geschmacksentfaltung, erfordert aber häufiges Nachtropfen.
- RDTA (Rebuildable Dripping Tank Atomizer): Eine Mischform aus RDA und RTA – die Wicklung sitzt wie bei einem RDA frei zugänglich, wird aber über einen integrierten Tank mit Liquid versorgt.
- RBA (Rebuildable Atomizer): Der Oberbegriff für alle wiederbewickelbaren Verdampfereinheiten – oft auch als austauschbare Bridge in Boro-Systemen verwendet.
Wie kommt das Liquid bei einem RTA zur Wicklung?
Bei RTAs gibt es vier gängige Nachfluss-Systeme:
- Tröpfel-System: Das Liquid tropft über dünne Dochte direkt auf die Wicklung (z.B. beim Flash-e-Vapor) – ähnlich wie bei einem RDA, nur mit integriertem Tank als Liquidvorrat.
- Klassisches Bottom-Air Deck (z.B. beim Kayfun): Die Watte wird durch Unterdruck von unten am Deck mit Liquid versorgt – das bekannteste und am weitesten verbreitete System.
- Topcoiler (z.B. beim Cocoon): Das Liquid wird durch einen Kapillareffekt zur oben liegenden Wicklung befördert – die Coil sitzt dabei oberhalb des Liquidspiegels.
- Squonker: Ein Akkuträger mit integrierter Liquid-Flasche, die meist per Knopfdruck Liquid direkt zum Verdampfer (RDA) befördert – das lästige Nachtropfen beim Tröpfler entfällt dadurch.
Bottom-Air vs. Side-Air – wie trifft die Luft auf die Wicklung?
Neben dem Liquid-Nachfluss unterscheiden sich Selbstwickelverdampfer auch darin, wie die Luft auf die Wicklung trifft:
- Bottom-Air: Die Luft strömt von unten auf die Wicklung – das klassische und am weitesten verbreitete System. Der Nutzer kann Geschmack und Flash einfach einstellen, indem er den Abstand der Wicklung zum Luftloch individuell anpasst. Bottom-Air Systeme haben meist einen ausgeprägten Geschmack, sind jedoch oft lauter als Side-Air Systeme.
- Side-Air: Die Luft trifft hier seitlich auf die Wicklung. Side-Air Systeme sind meist sehr leise, jedoch geschmacklich oft etwas gedämpfter. Auch ist die Anpassung der Höhe der Wicklung komplexer, da die Airpins beim Wickeln nicht sichtbar sind und die Luft nicht linear auf die Wicklung trifft, sondern den kürzesten Weg wählt – sprich immer in Richtung Kamin strömt.
Triple-Air mit dem Muted+ RTA
Mit dem Muted+ RTA haben Arcana Mods und PIPELINE einen Triple-Air RTA auf den Markt gebracht, bei dem der Nutzer sowohl Bottom-Air, Side-Air als auch eine Kombination aus beidem (Triple-Air) nutzen kann. Um die Einstellung zu vereinfachen, haben wir einen Airpin-Kalkulator entwickelt, der bei der optimalen Konfiguration unterstützt.
Für wen sind Selbstwickelverdampfer geeignet?
Selbstwickelverdampfer sind eher für fortgeschrittene Dampfer geeignet. Wer zum ersten Mal selbst wickelt, sollte sich mit den Grundlagen des Wickelns, der Watteverlegung und der Akkusicherheit vertraut machen. PIPELINE hilft hierbei gerne weiter – per Kontaktformular oder direkt in unseren Stores.